Bürgerinitiative lebenswertes Bad Nenndorf 
damit Bad Nenndorf auch morgen noch liebenswert bleibt

Bad Nenndorf ist eine lebens- und liebenswerte Stadt am Rande des Deisters im Landkreis Schaumburg.

In den letzten Jahren wurde - nur durch Investoren getrieben (hauptsächlich von der Volksbank in Schaumburg) - ein Baugebiet nach dem anderen erschlossen. Nun ist es an der Zeit, einmal innezuhalten und zu überlegen, ob und wieviel Wachstum Bad Nenndorf weiterhin noch verträgt. 

Die "Bürgerinitiative lebenswertes Bad Nenndorf" möchte gemeinsam mit der Politik sinnvolle Lösungen erarbeiten.

Das Planungsbüro von Luckwald aus Hameln hat im August 2019 den Auftrag erhalten, ein "Stadtentwicklungskonzept Wohnen" für Bad Nenndorf zu erstellen. Dieses Konzept sollte - basierend auf dem 2018 beschlossenen Wohnraumversorgungskonzept - mögliche Flächen in Bad Nenndorf auf "Bebauungstauglichkeit" untersuchen.  Die erste Vorstellung des Konzepts erfolgte am 28.11.2019.

Wie befürchtet, geht es fast nur um eine Untersuchung der Flächen, die die Banken (Volksbank in Schaumburg und Sparkasse) bereits gekauft haben. Die Banken werden den Druck auf Politik und Verwaltung hoch halten, um ihre wirtschaftlichen Interessen und damit "ihre" Baugebiete durchzusetzen. 

Auch für das Harms-Gelände sollte eine Prüfung rechtlicher Schritte zur Bebauung vorgenommen werden. Dies geschieht aber ebenso wenig, wie die Prüfung einer möglichen Innenentwicklung durch das Planungsbüro. 

Da sind die Worte "Stadtentwicklungskonzept Wohnen" doch etwas "überkandidelt".

Gemäß Wunsch der Verwaltung (und der Banken) sollte noch unbedingt in diesem Jahr der Flächennutzungsplan der Samtgemeinde geändert werden und es sollten viele, viele Hektar an neuen Baugebieten ausgewiesen werden. 

Aktuell steht aber immer noch die Untersuchung und die Vorstellung vom Planungsbüro von Luckwald aus. 

Die Corona-Pandemie hat zudem gesellschaftlich sehr vieles verändert, was nun wieder neu zu betrachten ist.

Im 2018 beschlossenen Wohnraumversorgungskonzept sind die Bedarfe an neuem Wohnraum bis 2025 bzw. 2035 errechnet worden. Dieser Wohnraum ist größenteils schon geschaffen (Hinteres Hohefeld, Waltringhausen, kleinere Einheiten innerhalb Nenndorfs) bzw. wird durch die noch zu erschliessenden neuen Baugebiete in Haste/Scheller, Ohndorf, Riepen und Waltringhausen nahezu gedeckt. 

Was noch fehlt sind günstige, zentrumsnahe und seniorengerechte Wohnungen. Also Innenentwicklung. Dort tut sich aber kaum etwas. Da hilft es nicht, nur Baulücken zu suchen. Echte Innenentwicklung ist etwas anderes: Sanierung / Umbau / "Jung kauft Alt" etc.

Die Aktion der Verwaltung zur "großflächigen Änderung der FNP" dient doch nur dazu, den Banken ihre Wünsche zu erfüllen. 

Wo bleiben die Einwohner?

Wo bleibt der Klima- und Umweltschutz? 

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Wir gratulieren der BI Kein Werk am Deisterberg zu Ihrem schnellen Erfolg !

Aber es ist ein weiteres Beispiel von Planung an den Einwohnern vorbei rein im Interesse von Investoren. Die Investoren waren in diesem Fall die Metawerk AG aus Berlin und - wieder einmal - die Volksbank in SchaumburgDas Projekt ist vermutlich auch vom Tisch, da die Verwaltung gemerkt hat, dass sie weder in der Politik noch in der Bevölkerung ausreichend Befürworter dafür findet. 

Jedoch lehrt uns dieses Negativbeispiel eines:

Wir können gar nicht vorausschauend und abstrakt genug denken und müssen bei neuen "tollen" Projekten stets achtsam  sein. 

Die wunderschöne Landschaft um Bad Nenndorf stellt eine wichtige Naherholungszone für alle Einwohner dar und gehört zu einem l(i)ebenswerten Bad Nenndorf. Sie gehört nicht in die Hände von Banken oder Investoren!


Nicht die Menschen, die immer gewinnen sind die stärksten, sondern die, die niemals aufgeben.